Herberge für AsylbewerberInnen

Seit Jänner 2015 sind in zwei Liegenschaften der Marktgemeinde Neuhofen an der Krems 30 AsylbewerberInnen untergebracht.

Sie kommen aus vielen verschiedenen Ländern und bleiben bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens.

Danach müssen sie die Unterkunft verlassen.

Eine Heimleitung der Volkshilfe betreut die Flüchtlinge in den Herbergen.

Ein Integrationsbeauftragter der Gemeinde kümmert sich um die Vernetzung zwischen Heimleitung und Gemeinde Neuhofen.

 

Die Initiative HERBERGE NEUhofen unterstützt die Flüchtlinge mit unterschiedlichen           Aktivitäten und Projekten, damit sie die Zeit des Wartens auf den Asylbescheid               sinnerfüllend nützen können.

Die Initiative arbeitet überparteilich und überkonfessionell.

Die Initiative informiert Sie und steht für einen Dialog gern zur Verfügung.

Nützen Sie unseren Mailkontakt.

Wenn Sie gerne ehrenamtlich mitarbeiten möchten, kontaktieren Sie uns bitte.

Wir freuen uns über jede helfende Hand.

Entstehungsgeschichte von HERBERGE NEUhofen

 

 

Oktober 2014:

Für die Initiative HERBERGE NEUhofen waren zwei couragierte Neuhofnerinnen impulsgebend.

Angesichts der vielen Kriegs- und Krisenherde und des zunehmenden Flüchtlingsstromes nach Europa riefen im Okt. 2014 Frau Maria Emhofer und Frau Irmgard Schmidleithner auf, der Verantwortung nach humanitärer Hilfe für Flüchtlinge auch bei uns in Neuhofen nachzukommen.

Es fand sich schnell eine Gruppe zusammen, die sich um breite Beteiligung bemühte. 

Bürgermeister Günter Engertsberger und Pfarrer P. Klaus Zarzer sagten ihre Unterstützung zu. Das erste Treffen der Initiativgruppe HERBERGE NEUhofen fand Mitte Okt 2014 statt.  Neben den Impulsgeberinnen waren weitere Privatpersonen, Vertreterinnen der katholischen und evangelischen Pfarre sowie VertreterInnen von drei Fraktionen des Gemeinderates dabei.

 

Neuhofner Tradition:

Die Initiative baut auf guter Neuhofner Tradition auf: 1993/94 wurden Container für drei Flüchtlingsfamilien aus dem „Jugoslawienkrieg“ mit Hilfe von Pfarre und Gemeinde errichtet. Diese Familien sind inzwischen integriert. Ebenso haben damals einige Privatpersonen Flüchtlinge in ihren Häusern und Wohnungen aufgenommen.

Und weiter zurück: nach dem 2. Weltkrieg fanden viele Flüchtlinge in Neuhofen eine neue Heimat.

 

Zielsetzung:

- geeignete Wohnobjekte in Neuhofen zur Flüchtlingsunterbringung zu finden
- ehrenamtliche Mitarbeit bei der Betreuung der Flüchtlinge

- Information der Neuhofner Bevölkerung über unser Vorhaben

 

Information der Öffentlichkeit:

Erste Information durch Gemeindezeitung und Pfarrblatt (Okt 2014) über unser Vorhaben der Flüchtlingsunterbringung in Neuhofen.

 

November – Dezember 2014

Nach Gesprächen mit Caritas und Volkshilfe kristallisiert sich heraus, dass die Volkshilfe bei uns die Flüchtlingsunterbringung übernimmt.

Wir errichten ein Spendenkonto, auf das erfreulicherweise sofort Spenden eingehen.

Wir informieren die Öffentlichkeit über die evangelischen und katholischen Pfarrblätter,
eine Predigt im Gottesdienst, die Gemeinde- und Fraktionszeitungen sowie mit einem Straßentransparent.

Nach unserer Ursprungsidee, Familien aufzunehmen, klärt sich gegen Ende des Jahres, dass wir Grundversorgungsflüchtlinge bekommen. Das sind AsylwerberInnen, die während des laufenden Asylverfahrens bei uns sein werden. Eher einzelne Personen aus unterschiedlichen Nationen, heißt es. Die Volkshilfe sucht um Mischbelegung beim Land OÖ an. Die Zuteilung der Flüchtlinge geschieht ausschließlich durch das Land ÖO.


Jänner 2015:

Die Mietverträge zwischen Volkshilfe und den Privateigentümern werden unterzeichnet. Adaptierungen in den Wohnobjekten werden vorgenommen. Die Volkshilfe stellt eine Heimleiterin für 30 Wochenstunden an. Büro im Haus Quellenweg 2.

Der Bürgermeister lädt zu einer Anrainerinformation ein. Leider sind bei diesem Treffen Personen anwesend, die eine sachliche Information durch die Volkshilfe und den höflichen Austausch von Anraineranliegen durch ihr aggressives Verhalten verunmöglichen.

Wir von der Initiativgruppe sind angesichts der vorgebrachten Unterstellungen und Anschuldigungen schockiert. Wir beschließen in einer reflektierenden Sitzung, unser Engagement für die humanitäre Hilfe weiterzuführen und wie bisher die Bevölkerung darüber zu informieren und zur Mitarbeit einzuladen. Wir vertrauen darauf, dass die Wogen sich glätten, wenn die Flüchtlinge erst einmal da sind und es persönliche Begegnungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen gibt.

Die Gemeinde Neuhofen sendet eine vierseitige Sonderausgabe der Gemeindeinfo Neuhofen mit aktuellen Infos zur bevorstehenden Ankunft der Flüchtlinge aus.

In der letzten Jännerwoche kommen die ersten Flüchtlinge an. Viele Freiwillige helfen zusammen, um mit der Heimleiterin die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge in den ersten Tagen so gut wie möglich zu gewährleisten. Wir haben eine bunt gemischte Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, einzelne und Familien zugeteilt bekommen.

Die Initiative wird auf noch breitere Beine gestellt, um all das, was wir für ein gutes Miteinander von Flüchtlingen und Neuhofner Bevölkerung brauchen und tun wollen, qualitativ gut leisten zu können.


12. Februar 2015:

konstituierende Sitzung der Initiative HERBERGE NEUhofen. Gründung einer ehrenamtlichen Struktur mit sieben thematischen Arbeitsgruppen und einem Kernteam zur Koordination und Steuerung. 

Wir sind offen für alle, die sich bei uns engagieren wollen. Wir arbeiten überparteilich und überkonfessionell. Wir zeigen mit unserem Engagement gelebte Solidarität und Toleranz. Wir wünschen uns ein friedvolles, buntes, interkulturelles Zusammenleben. Wir sind überzeugt, dass Verschiedenheit alle bereichert, wenn sie als Zugewinn und nicht als Bedrohung betrachtet wird.

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bedanken uns für Ihren persönlichen Beitrag zu einem guten Miteinander!

 

Maria und Erwin Klaffenböck

Leitung der Initiative HERBERGE NEUhofen